Fischereiverein Neufra/Hohenz. 1996 e.V.
Fischereiverein Neufra/Hohenz. 1996 e.V.

Gewässerentwicklung See

Der Baggersee hat eine Wasserfläche von 9 Hektar - wobei der Uferbereich größtenteils steil auf eine durchschnittliche Tiefe von 8 bis 10 Meter abfällt.                                            Eine ausgeprägte Flachwasserzone - die als Laichgebiet und für Jungfische wichtig wäre - ist nicht vorhanden - lediglich einige kleinere Flachwasserbereiche.

 

Um Kleinfischen und Fischbrut bessere Bedingungen zu schaffen , werden verschiedene Maßnahmen durchgeführt. Dies geschieht ausschließlich in naturnahen Verfahren - das Material wird aus der Gehölzpflege gewonnen.

Totholz

Eine wichtige ökologische Bedeutung hat für uns das Einbringen von Totholz zur Verbesserung der oft monotonen Gewässerstruktur im noch jungen Baggersee.

Totholz bietet gute Möglichkeiten um abwechslungsreiche Strukturen im See zu schaffen.

Fische finden Schutz und Laichmöglichkeiten. 

Im Wasser liegende Bäume sind willkommene Unterstände für Kleinfische und Räuber.   

Totholzeinbringung  /  Schutz für Jungfische

Im Rahmen der jährlichen Gehölzpflege haben Mitglieder des Fischereivereins Holzbündel in den See eingebracht.

Der Fischbestand im noch jungen und strukturarmen Baggersee hat weder ausreichende

Schutzmöglichkeiten noch sind Laichplätze in ausreichender Zahl vorhanden.

Dies hat unter anderem zur Folge , dass sich der Jungfischbestand kaum entwickeln kann.

Das Totholz soll dem Fischbestand den nötigen Schutz vor Raubfischen  und fischfressenden Vögeln geben.

Die Bündel wurden auf sechs verschiedenen Stellen im See verteilt.

 

Das eingebrachte Holz ist vor allem für Kleinfische eine zusätzliche Schutzmöglichkeit.

Die kleinen Fische sind im gegensatz zu ihren Jägern klein genug , um sich in den engen Räumen der Bündel verstecken zu können.

Bereits im Vorjahr wurden erstmals solche Holzbündel im See versenkt.

Im daraffolgenden Sommer war bereits eindeutig zu erkennen , wie sich der Jungfischbestand etwas erholt hatte.

Auch wenn sich schon erste Erfolge herauskristallisiert haben , müssen die Stellen vorerst immer wieder neu verstärkt werden um den Schutz zu gewährleisten.

Der Verein wird auch in den nächsten Jahren versuchen das anfallende Holzmaterial aus der Gehölzpflege in den See zu integrieren.

 

 

Aus dem anfallenden Baumschnitt

werden die Holzbündel

zusammen gebunden.

Angebrachte Steine halten

die Bündel an ihrem Platz.

Weidengeflecht

Ein heftiger Wintersturm 2012 machte eine Instandsetzung des unteren Damm notwendig.

Dies erfolgte mit natürlichen - biologischen Materialien.

Im unteren Bereich wurde der Damm mit Baumstämmen gegen Wellenschlag gesichert.

Eine Erdschicht wurde aufgetragen - Weiden wurden gepflanzt  - die Wurzelbildung

soll für zusätzlichen Halt sorgen.

Als weiteren Schutz wurde vor dem Damm ein Weidengeflecht als Wellenbrecher eingebracht.

Das Weidengeflecht wurde schon nach kurzer Zeit von Jung- und Kleinfischen bevölkert.

Hier finden sie ausreichend Schutz und Nahrung.

Weitere Weidengeflechte wurden in Flachwasserbereiche eingebaut.

Holzpfähle werden im Gewässergrund verankert.

Danach wird das Weidenmaterial in die Pfahlreihe eingeflochten.

Das Weidengeflecht hat sich sehr gut bewährt , um solche 

Flachwasserbereiche

ökologisch aufzuwerten.

Bepflanzung mit Seerosen

Als weitere Maßnahme zur Aufwertung der Uferzone wurden Seerosen eingepflanzt. 

Die Pflanzen wurden zusammen mit geeigneter Teicherde und einem  Sisal - Material umhüllt  in den Gewässerboden gepflanzt.

Bildet die Seerose Wurzeln aus , können diese sich problemlos durch die großen Maschen des Materials ausbreiten.

Zusätzlich verhindert das Material , dass die Pflanze durch Wellenschlag ausgespült wird.

Die Seerose Nymphaea Alba gehört zu einer am meist verbreiteten Pflanzen in europäischen Seen.

                                                                                                             3 Monate später sind die Pflanzen gut angewachsen und bilden bereits große Schwimmblätter aus.

 

Ein Jahr nach der Bepflanzung haben sich die Seerosen bereits prächtig entwickelt.

 

So konnten an den heißen Tagen des Sommers stets Fische beobachtet werden ,   die unter den großen Blättern schutz suchten.

 

An den Stellen , wo sich die Seerosen am besten entwickelt haben wurden zudem weitere Setzlinge eingepflanzt.

Schilfgürtel

Der Schilfgürtel stellt einen wichtigen Lebensraum für Jung- und Kleinfische dar.

Jungfische finden ein reichhaltiges Nahrungsangebot und ausreichend Deckung vor Fressfeinden.

Schon nach wenigen Jahren nach dem Kiesabbau ist an vielen Stellen am Uferbereich ein Schilfgürtel entstanden. Neuer Lebensraum für Tiere und seltene Pflanzen.

Die Natur erobert sich Stück für Stück zurück!

Uferbepflanzung / Pflegemaßnahmen

Schwarzerle

Bepflanzung des Uferbereich mit                                 

heimischen Gehölzen

wie Schwarzerlen und Weiden.

 

 

Gehölzpflege:

Jährlich finden Gehölzpflegemaßnahmen statt.

Anfallendes Material wird als Totholz genutzt.

Eine regelmäßige Messung der Gewässergüte wird durch unsere geprüften Gewässerwarte durchgeführt.

Zur Reinhaltung des Uferbereichs finden mehrmals im Jahr Sammelaktionen statt.

Alle diese Maßnahmen erfordern einen hohen Aufwand der Mitglieder an Arbeitseinsätzen.

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